Alexander Krauspe

Freiberuflicher  Tonmeister

TIPPS FÜR DEN PRODUKTIONSALLTAG
• Tipps zum Schnittprozess •


Vermeidung doppelter Tonbearbeitung
Sofern Sie planen im Schnittprozess bereits Tonbearbeitungen durchzuführen, bedenken Sie bitte dass dies bei Hinzuziehung eines Sound Editors oder Mischtonmeisters nicht erforderlich ist und die Master-Mischung sogar negativ beeinflussen kann. Daher sollten im Schnitt Bearbeitungsschritte vermieden werden, welche den Klang dauerhaft verändern. Darunter fallen Tonschnitte zum Beheben von Fehlern, Equing, Denoising, Leveling und vieles mehr. Diese Bearbeitungen werden ohnehin von den Tonschaffenden vollständig neu begonnen, auch um hochqualitative Klangprozessoren anwenden zu können. Es ist daher zielführender dass im Bildschnitt auf Tonbearbeitungen weitgehend verzichtet wird. So können Doppelbearbeitungen und Qualitätsminderungen verhindert, sowie Bearbeitungszeiten reduziert und Kosten minimiert werden.

Einsatz von Toneffekten
Falls Sie Sound-Effekte bereits am Schnittplatz einsetzen möchten, aber unsicher über lizenzrechtliche Fragen sind, lassen Sie sich von einem Sound Editor / Sounddesigner beraten. Dabei können Sie auch das Potenzial eines individuellen Sounddesigns ausloten.

Tipps zum Schonen des Budgets während der Postproduktion
Umschnitte (Conforming)
Umschnitte sind gelegentlich nötig. Allerdings muss eine bereits begonnene Tonbearbeitung dann ebenfalls angepasst werden. Dies ist fehleranfällig, gegebenenfalls arbeits– sowie zeitaufwendig, und es unterbricht den kreativen Schaffensprozess. Daher ist die Anpassung eines Umschnitts (Conforming) eine Zusatzleistung, welche unter Umständen kostenintensiv ist.
Tipp: Diesen Kostenfaktor können Sie mit einer sequenziellen Arbeitsweise ausschließen beziehungsweise niedrig halten.